Ich koch mal vegan – Teil 2

… und es tat nicht weh.

Am Dienstag gab es Red Pasta mit Champignoncreme aus dem Kochbuch „Vegan for Fun“ von Atilla Hildmann. Am Mittwoch haben es Conny und ich dann auf die Spitze getrieben und wir haben uns an Sojaschnetzel gewagt. Für uns beide eine völlig neue Erfahrung. 1:1 habe ich ich mich wie Dienstag bereits penibel an das Rezept gehalten da ich den Geschmack der Rezepte so belassen wollte wie es sich Atilla ausgedacht hat. Als Beilage zum Gulasch sollte es die roten Bratkartoffeln geben da ich kein Bauernbrot zu Hand hatte.
Sojagulasch mit roten Bratkartoffeln

Sojagulasch by Atilla

Zutaten

  • 150g grobe Sojaschnetzel
  • Meersalz
  • 110ml Pflanzenöl
  • 2 Zwiebeln
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1/2 Chilischote (ohne Kerne)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 TL Paprika edelsüß
  • 1/2 TL getrockneter Majoran
  • 1 Msp gemahlener Kümmel
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100ml Rotwein
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • 1 1/2 EL Agavendicksaft
  • 3 EL Hafersahne

Zubereitung

Sojaschnetzel in heißem Salzwasser 10 Minuten einweichen. Anschließend auspressen und in einer Pfanne mit 60ml Pflanzenöl ca. 8 min kräftig anbraten. In der Zwischenzeit Zwiebeln, Paprika, Chili und Knoblauch klein schneiden, wenn die Schnetzel fertig angebraten sind aus der Pfanne nehmen und das kleingeschnittene Gemüse anschwitzen. Schnetzel wieder hinzufügen. Tomatenmark unterrühren und etwas anschwitzen. Mit Rotwein ablöschen und die Gewürze zugeben. Mit 300ml Wasser auffüllen und den Agavendicksaft sowie die Zitronenschale hinzufügen. 5 Minuten sämig einkochen lassen, Pfanne vom der Herdplatte nehmen und die Hafersahne unterrühren. Kurz stehen lassen und anrichten.

Atilla hat seinen Sojagulasch in einem ausgehöhltem Brotlaib serviert. Wir haben das Gericht mit den Bratkartoffeln aus seinem Buch serviert.

Rote Bratkartoffeln

Zutaten

  • 800g gekochte Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 8 getrocknete Tomaten (ohne Öl)
  • 6 EL Olivenöl
  • 60g Pinienkerne
  • 4 TL Tomatenmark
  • 2 TL Agavendicksaft
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1/2 Bund frisches Basilikum (geht auch getrocknet)

Zubereitung

Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl von beiden Seiten kross anbraten. Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten fein schneiden und zusammen mit den Pinienkernen zu den Kartoffeln geben und kurz mitbraten. Tomatenmark und Agavendicksaft hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut durchschwenken bis sich das Tomatenmark mit den Kartoffeln vermischt hat. Den Basilikum waschen, trockenschütteln und kleinhacken und zum anrichten über die Bratkartoffeln streuen.

Fazit

Warum ich mich neuerdings mit der veganen und vegetarischen Küche beschäftige liegt wie schon im Teil 1 geschrieben schlicht daran, daß ich weg von Fleisch aus Massentierhaltung möchte, hin zu guten Produkten. Dazu gehört auch der bewusste Umgang mit den Produkten und damit einhergehend kein täglicher Konsum von Fleisch – back to the Sonntagsbraten sozusagen. Ich habe nun mit den Sojaschnetzeln sogar etwas probiert was von vielen als Fleischersatz gesehen wird, andere sehen sie als Proteinlieferanten. Ich persönlich werde sicher mal wieder damit experimentieren, allerdings nicht primär als Fleischersatz sondern wegen der Konsistenz. Zum Beispiel möchte ich auch mal meine Bolognese mit feinem Sojaschnetzel versuchen. Ich koche ja auch oft für Freunde und da muss ich immer mehr auch auf Veganer und Vegetarier vorbereitet sein. Außerdem habe ich nun auch mal Hafersahne (muss nicht sein, gibt aber schlimmeres) und Agavendicksaft sowieso Mandelmus kennengelernt, durchaus interessante Zutaten.

Die Rezepte von Atilla sind durch aus lecker, die Mengenangaben hauen allerdings nicht hin oder Veganer verputzen einfach mehr.
Die Pasta hat für 4 Leute gereicht und der Gulasch locker für 5. Von den Bratkartoffeln waren auch reichlich da. Warum einiges Zutaten zum Einsatz kamen, Agavendicksaft an Bratkartoffeln zum Beispiel bleibt mir ein Rätsel.

Aber probiert es ruhig mal aus, vielleicht findet ihr ja Gefallen an der veganen Küche. Ich für meinen Teil möchte mit Conny auch mal im Zest essen gehen, einfach um mal zu schauen was die Küche zu bieten hat. Vegan versteht sich.

 

1 comment for “Ich koch mal vegan – Teil 2

  1. Kat
    25. Oktober 2014 at 16:58

    Danke für den schönen Rezept-Tipp, das probiere ich sicher aus (Agavendicksaft lasse ich wahrscheinlich trotzdem weg ;-).
    Ich finde auch, dass Sojaschnetzel eine gute Alternative für vegane Gerichte sind, was ich jetzt nicht von allen „Ersatzprodukten“ sagen kann. Für Bolognese oder auch Asiacurry kommt das bei uns regelmäßig aus der Küche (die feine Version ist etwas kleiner und dafür besser geeignet).
    LG Kat

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