Restaurant-Ampel wird kommen

„Restaurant-Ampel“ zügig umsetzen

Geplant ist eine Skala mit fließenden Farbumschwüngen von grün über gelb bis rot. Ab kommendem Jahr soll diese an der Eingangstür anzeigen, wie es um die Sauberkeit eines Betriebes steht. „Wichtig ist, dass die Verbraucher die Information verstehen. Bund und Länder sollten dies nach der Einführung überprüfen“, so Vorstand Gerd Billen.

Nach Auffassung des vzbv (Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.) sollten Aushänge an den Eingangstüren erklären, worauf die Bewertung basiert und wie die „Restaurant-Ampel“ zu lesen ist. Ergänzend sei eine breit angelegte Aufklärungskampagne erforderlich, um die Bekanntheit des Systems zu erhöhen. Läuft alles nach Plan, könnte die Bundesregierung noch in diesem Jahr die nötige Rechtsgrundlage schaffen und die „Restaurant-Ampel“ zum 1. Januar 2012 bundesweit starten. „Das ist ein ganz wichtiger Schritt hin zu einer neuen Informationskultur. Der nächste ist eine umfassende verbraucherfreundliche Novelle des Verbraucherinformationsgesetzes“, so Billen.

Erfolgsgeschichte Dänemark

Die Lebensmittelüberwachung verzeichnet in Deutschland seit Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau Verstöße gegen die Betriebshygiene. Mit diesem Problem kämpfte auch Dänemark und führte vor zehn Jahren den Hygiene-Smiley ein, um die Transparenz für Verbraucher zu erhöhen und den Wettbewerb unter den Unternehmen anzukurbeln. Anfänglich gab es große Bedenken, insbesondere seitens der Betriebe. Mittlerweile befürworten 86 Prozent der dänischen Unternehmer das System, unabhängig vom Bewertungsergebnis. Die Qualität des Angebots hat sich nachweisbar verbessert: 2002 wurden 70 Prozent der Betriebe mit dem fröhlichsten Smiley ausgezeichnet, 2008 waren es bereits 83 Prozent und 2009 sogar 86 Prozent. Zusätzlich wurde ein „Elite-Smiley“ für Betriebe eingeführt, die vier Mal hintereinander das bestmögliche Kontrollergebnis erzielt haben.

Quelle: Pressemitteilung http://www.themenportal.de/essen-trinken/restaurant-ampel-zuegig-umsetzen-56840